|
|
 |
BVMW-Verbandsinformationen
Nr. 040
|
Meisterbrief als Qualitätsnachweis erhalten
|
29.05.2003 Berlin - Zur heutigen Behandlung des Gesetzentwurfs zur Reform der Handwerksordnung im Bundeskabinett erklärt der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven:
"Der deutsche Meisterbrief ist ein weltweit anerkanntes Gütesiegel und sollte deshalb erhalten bleiben. Allerdings darf er aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit unserer traditionell mittelständisch geprägten Handwerksbetriebe in Europa nicht länger den Start in die Selbständigkeit behindern. Es kann nicht sein, dass sich Handwerker aus anderen EU-Ländern hierzulande ohne Meisterbrief selbständig machen können, dies aber ihren deutschen Kollegen verwehrt bleibt.
Diese Form der Inländerdiskriminierung ist schon im Hinblick auf die Billiglohnkonkurrenz als Folge der EU-Osterweiterung nicht länger hinnehmbar. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung geht mit der Liberalisierung der Zugangsvoraussetzungen in die richtige Richtung. Das Beispiel der Niederlande zeigt, dass die Aufhebung der rigiden Meisterpflicht wie ein Jobmotor gewirkt hat. Dort ist heute die Zahl der Existenzgründungen im Handwerk nahezu doppelt so hoch wie in Deutschland.
Eine Lockerung des Meisterzwangs hindert keinen Handwerker, freiwillig den Meisterbrief als besonderen Qualitätsnachweis zu erwerben. Im wachsenden Wettbewerb um den Kunden wird sich das Gütesiegel Meisterbrief nach meiner Überzeugung als Vorteil für einen Handwerksbetrieb erweisen."
|
|