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BVMW-Verbandsinformationen
Nr. 121
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Millionengewinne auf Kosten der Betriebe unterbinden
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Berlin – „Sofortige Aufklärung“ von den Berufsgenossenschaften über angebliche Überschüsse aus Zwangsbeiträgen hat der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, gefordert. „Es kann nicht sein, dass auf Kosten der Betriebe Millionensummen aus überhöhten Beiträgen angesammelt werden.“
Der Mittelstandspräsident appellierte an den Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG), die Geschäftspraxis der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) zu überprüfen. Nach Angaben der Münchner Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei
SHC hat die VBG aus der Insolvenzgeldumlage der Arbeitgeber „Reserven“ in Höhe von fast 160 Millionen Euro angesammelt, davon aber nur 44 Millionen Euro abgeführt. Der Rest der Zwangsbeiträge inklusive der Zinsen bleibe vorerst bei der VBG, so die Münchner Wirtschaftsprüfer.
Vor diesem Hintergrund sei es fragwürdig, wenn der Hauptgeschäftsführer der HVBG jüngst die Bemühungen der Berufsgenossenschaften um Kostensenkungen gelobt habe, kritisierte Ohoven. Da die Berufsgenossenschaften das Insolvenzgeld im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit einziehen und dies gewissermaßen als lästige Pflicht empfänden, müssten sie schon aus eigenem Interesse an der Klärung der Vorwürfe interessiert sein.
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