Bundesverband mittelständische Wirtschaft


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Kreisverband Region Potsdam

 

BVMW-Verbandsinformationen

Nr. 069

Freie Vereinbarungen statt starrer 40-Stunden-Woche 

Berlin – Für eine radikale Flexibilisierung der Arbeitszeiten hat sich der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, ausgesprochen. „Die tarifvertraglich zementierte Arbeitszeit ist ein Auslaufmodell. Unternehmer, Mitarbeiter und Betriebsräte sollen selbst für ihren Betrieb festlegen, wie lange und an welchen Tagen gearbeitet wird. Die Tendenz geht hin zu individuellen Arbeitszeitvereinbarungen der Beschäftigten, bis hin zu Lebensarbeitszeit-Konten.“
Der Mittelstandspräsident betonte, angesichts der schwierigen Wirtschaftslage und mit Blick auf die EU-Erweiterung dürfe auch unbezahlte Mehrarbeit kein Tabu sein. „Eine Senkung der Arbeitskosten würde die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland stärken, wovon schließlich alle profitieren. Kürzere Wochenarbeitszeiten, auf denen die Gewerkschaften stur beharren, bringen eben nicht mehr Jobs in Deutschland, sondern beschleunigen nur den Export von Arbeitsplätzen.“
Deutschland sei bezeichnenderweise Freizeit- und nicht Wachstumsweltmeister. Rund 42 Urlaubs- und Feiertagen hierzulande stünden beispielsweise 36 in Frankreich oder 23 in den USA gegenüber. „Ein paar Stunden Mehrarbeit pro Monat sind daher wohl jedem zumutbar“, sagte Ohoven. Er wies zugleich darauf hin, dass durch die Erhöhung der Wochenarbeitszeit um nur eine Stunde ohne Lohnausgleich sich das Bruttoinlandsprodukt um mehr als 20 Milliarden Euro steigern ließe.
 
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