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BVMW-Verbandsinformationen
Nr. 080
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Nicht nur Umdenken, auch Umlenken!
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Berlin – „Mit Schönreden lässt sich Konjunktur nicht in Fahrt bringen“,
reagierte der Landesgeschäftsführer des BVMW Berlin/Brandenburg, Dr. Dieter
Kapell, auf Äußerungen des Bundeskanzlers, es dürfe keine Negativ-Debatte
zum Aufbau Ost mehr geben. „Gerhard Schröder kann abwiegeln, wie er möchte.
Die nackten Zahlen sprechen eine ganz andere Sprache – eine Sprache der
Stagnation im Osten Deutschlands, eine Sprache des Misserfolgs der
amtierenden Bundesregierung.“ Die Politik müsse auf den Boden der Tatsachen
zurückehren. „Unternehmer sind Realisten, und sie wissen, dass ohne diesen
Realismus in der Wirtschaft das Scheitern vorprogrammiert ist.“
Die Forderungen des Mittelstandes orientierten sich an den bestehenden
Möglichkeiten, betonte Kapell. „Wir haben gelernt, dass der wichtigste
Rohstoff in Berlin-Brandenburg zwischen den Ohren der Menschen sitzt.
Deshalb drängen wir darauf, verstärkt in Bildung, Forschung und Entwicklung
zu investieren. Wenn Prioritäten für den Aufbau Ost gesetzt werden, dann
müssen sie sich auf innovative Technologien, Schulen und Universitäten,
IT-Service und Logistik fokussieren. Das sind Bereiche, in denen
Berlin-Brandenburg Schrittmacher sein und der Mittelstand seine
zukunftsträchtigen Potenziale voll entfalten kann. Im Westen Deutschlands
wird mit der Steinkohle bis heute die Steinzeit gefördert. Das ist hier
niemandem vermittelbar. Nicht nur Umdenken, sondern Umlenken ist angesagt“,
forderte Kapell.
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