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BVMW-Verbandsinformationen
Nr. 090
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Zulage zum Niedriglohn besser als Sozialhilfe
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Berlin – Zum Vorschlag der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel für staatlich subventionierte Niedriglöhne erklärt der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven:
„Die öffentliche Förderung eines Niedriglohnsektors, wie von der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel vorgeschlagen, wäre ein Durchbruch bei der Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit. Da sich die Lohnpolitik in Deutschland seit langem nicht mehr am Produktivitätsfortschritt orientiert, verhindern die hohen Arbeitskosten geradezu die Beschäftigung von ungelernten und geringqualifizierten Arbeitssuchenden und treiben diese in die Sozialhilfe.
Damit sich auch einfache Arbeiten wieder lohnen, sollte der Staat Zulagen auf niedrige Einkommen gewähren. Entscheidend ist dabei, dass das Lohnabstandsgebot wieder zur Geltung kommt: Ein Sozialhilfeempfänger darf nicht mehr erhalten als ein Geringverdiener in regulärer Arbeit. Wenn es gelingt, die Betriebe beim Faktor Arbeit nachhaltig zu entlasten, könnten bis zu 800.000 Jobs im Niedriglohnbereich geschaffen werden. Dadurch würde letztlich die öffentliche Hand Transferleistungen in Milliardenhöhe einsparen.“
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