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Imagewandel in der Kaserne
Unternehmen präsentieren sich Job suchenden Zeitsoldaten
Geltow. Rainer Raddatz ist skeptisch. Das Image der Bundeswehrsoldaten sei kein besonders gutes, mäkelt der für die Region Potsdam zuständige Verbandsmanager des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft. Verbreitet herrsche die Auffassung, das sei „eine faule Truppe, die nicht arbeiten kann“. Um dies zu ändern, hat Raddatz das traditionelle Unternehmertreffen am Donnerstagabend in die Henning-von-Treskow-Kaserne in Geltow verlegt. Vorurteile abbauen, heißt die Devise. Rund 20 Firmen stellen sich und ihre Erwartungen an potentielle Bewerber vor. Davon gibt es etwa 40 an diesem Abend: Zeitsoldaten kurz vor dem Abschied aus der Armee, junge Leute, die zurück ins Berufsleben wollen. Wie Maik Becker, Steffen Bothe und Sebastian Schäfer. Die drei Potsdamer, einer gelernter Maler, der zweite Handelsfachmann, der dritte Maurer, bringen das mit, was sich eigentlich jeder Unternehmer wünscht: Flexibilität, die Bereitschaft zum Ortswechsel und auch zur beruflichen Veränderung. „So eine Veranstaltung“, sinniert Becker, „müsste man noch größer aufziehen.“ Bundeswehrsprecher Eike Gläser verweist auf den größten Trumpf, den die Armee zu bieten hat: Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr, über den Weiterbildungsmaßnahmen für entlassene Soldaten finanziert werden. Habe ein Unternehmen Interesse, könne man den Bewerber „passgenau“ schulen. Am Ende des Abends steht ein geläuterter Raddatz. „Das war eine sehr gute Veranstaltung mit äußerst angeregten Gesprächen“ ,sagt er. In sechs Fällen seien Soldaten sogar zu Bewerbungsgesprächen eingeladen worden. Auch für die Potsdamer Bundeswehrangehörigen hat sich der Abend gelohnt. Zwei von Ihnen haben ebenfalls konkrete Kontakte geknüpft, die vielleicht auch in einen Job münden. Gläser und Raddatz sind sich einig, solche Veranstaltungen in Zukunft regelmäßig abzuhalten, in beiderseitigem Interesse. Die Skepsis ist verflogen. Auch bei den Unternehmern. |