Bundesverband mittelständische Wirtschaft


    BVMW

Regionalverband Region Potsdam

 

 

15. September 2005

„Angebote: „Menschenführer – Spezialisten“ 
Länger dienende Bundeswehrangehörige bieten ihr Können mittelständischen Unternehmern an


 

Zu wenig beachtet: 
Die Bundeswehr ist Personalquelle und Wirtschaftsfaktor in der Region

Rund 300 länger dienende BW-Angehörige suchen in unserer Region alljährlich den beruflichen Einstieg in die Wirtschaft. Umfangreiche Möglichkeiten zur Feststellung, ob der Ex-Soldat zum neuen zivilen Chef passt und sein Können für den Arbeitsplatz ausreicht, bietet der Berufsförderungsdienst. Vom betrieblichen Praktikum lange vor Beendigung des Wehrdienstes zum Testen der „Chemie“ bis zur optimalen Anpassungsqualifizierung. In ungezwungener Atmosphäre informieren Sie dazu: Oberstleutnant Peter Piecha, stv. Chef des Verteidigungsbezirkskommandos 84 und Hans-Achim Peters vom BW-Berufsförderungsdienst.
· Lernen Sie an diesem Abend länger dienende Bundeswehrangehörige kennen, die bereits eifrig an ihrer zivilen Karriere „feilen“ und neugierig auf Sie, die Unternehmer der Region, sind.
· Hören Sie, welche konkreten Fördermaßnahmen des Bundes es gibt, um Ihrem „Mann“ einen raschen, vor allem erfolgreichen, Einstieg ins Unternehmen zu ermöglichen. 

Imagewandel in der Kaserne

Unternehmen präsentieren sich Job suchenden Zeitsoldaten

Geltow. Rainer Raddatz ist skeptisch. Das Image der Bundeswehrsoldaten sei kein besonders gutes, mäkelt der für die Region Potsdam zuständige Verbandsmanager des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft. Verbreitet herrsche die Auffassung, das sei „eine faule Truppe, die nicht arbeiten kann“. Um dies zu ändern, hat Raddatz das traditionelle Unternehmertreffen am Donnerstagabend in die Henning-von-Treskow-Kaserne in Geltow verlegt. Vorurteile abbauen, heißt die Devise. Rund 20 Firmen stellen sich und ihre Erwartungen an potentielle Bewerber vor. Davon gibt es etwa 40 an diesem Abend: Zeitsoldaten kurz vor dem Abschied aus der Armee, junge Leute, die zurück ins Berufsleben wollen. Wie Maik Becker, Steffen Bothe und Sebastian Schäfer. Die drei Potsdamer, einer gelernter Maler, der zweite Handelsfachmann, der dritte Maurer, bringen das mit, was sich eigentlich jeder Unternehmer wünscht: Flexibilität, die Bereitschaft zum Ortswechsel und auch zur beruflichen Veränderung. „So eine Veranstaltung“, sinniert Becker, „müsste man noch größer aufziehen.“ Bundeswehrsprecher Eike Gläser verweist auf den größten Trumpf, den die Armee zu bieten hat: Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr, über den Weiterbildungsmaßnahmen für entlassene Soldaten finanziert werden. Habe ein Unternehmen Interesse, könne man den Bewerber „passgenau“ schulen. Am Ende des Abends steht ein geläuterter Raddatz. „Das war eine sehr gute Veranstaltung mit äußerst angeregten Gesprächen“ ,sagt er. In sechs Fällen seien Soldaten sogar zu Bewerbungsgesprächen eingeladen worden. Auch für die Potsdamer Bundeswehrangehörigen hat sich der Abend gelohnt. Zwei von Ihnen haben ebenfalls konkrete Kontakte geknüpft, die vielleicht auch in einen Job münden. Gläser und Raddatz sind sich einig, solche Veranstaltungen in Zukunft regelmäßig abzuhalten, in beiderseitigem Interesse. Die Skepsis ist verflogen. Auch bei den Unternehmern.

 
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