|
|
 |
BVMW-Unternehmertreffen im Peugeot-Autohaus Potsdam
" bevor es zu spät ist ..."
(zum Betrachten Bild anklicken)
Vom Sinn, sich bei Verträgen "sicher" zu sein
Ob "kleingedrucktes" auf der Rückseite oder der 25. Paragraph im Mietvertrag, wer hat schon Lust darauf, sich durch diese trockenen Formulierungen zu quälen? Um festzustellen, ob der Vertrag möglichst gerecht die Interessen beider Seiten berücksichtigt oder der Verfasser schnöde versucht, die Kosten und Risiken seinem "Vertragsgegner" zuzuschieben, bedarf es fachkundiger Prüfung. Noch besser ist es, die Vertragsgestaltung von Anbeginn mit zu bestimmen.
Wie vorgehen, wenn zu einem lukrativer Auftrag ein dickes Vertragspapier gehört? Was tun, wenn selbst ein Vertrag aufzusetzen ist? Reichen Vertragsmuster aus dem Internet oder dem Vordruckverlag? Warum ist der Mustermietvertragsentwurf vom Mieterbund gänzlich anders als der vom Verband der Hauseigentümer empfohlene?
Vier erfahrene Juristen des Regionalverbandes Potsdam, Dr. von Livonius, Dr. Andreas Klose, Ronald Ziegler und Falk Hammermann stellten sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion diesem Thema. RA Ziegler machte deutlich, dass es bei Vertragsverhandlungen, die der Unternehmer oftmals ohne einen Juristen an seiner Seite führt, wichtig ist, emotionale, personenbezogene Dinge beiseite zu lassen und sich strikt auf den Gegenstand, das Ziel der Verhandlung zu konzentrieren. "Wichtig ist es, zu akzeptieren, das jeder den zu verhandelnden Sachverhalt aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, es hilft viel, sich einmal in die Position der anderen Seite zu versetzen." RA Klose wollte die Möglichkeit, einen Vertrag per Händedruck zu vereinbaren, zwar nicht ausschließen, erinnerte aber daran, dass es im Interesse langfristiger guter Geschäftsbeziehungen immer gut ist, wenn es klare, schriftlich eindeutig fixierte Formulierungen gibt. "Was machen Sie, wenn Ihr Arbeitnehmer nach seinem 65. Geburtstag gar nicht daran denkt, aufzuhören? Wenn aus Zuwendungen, die Sie großzügig in fetten Zeiten zahlten, plötzlich ein Gewohnheitsrecht abgeleitet wird? Dann zeigt sich, was ein guter Arbeitsvertrag Wert ist", anschaulich schilderte Dr. von Livonius die Tücken leichtfertig formulierte oder einfach abgeschriebener Arbeitsverträge. RA Hammermann machte den Unternehmern Mut, auch mit ihrem Rechtsanwalt über dessen Leistung und die dazu passende Bezahlung zu handeln. "Oftmals ist ein Stundenhonorar recht günstig", so Hammermann und er erinnerte auch daran, dass der Rechtsanwalt für die Qualität seiner Arbeit garantieren muss.
Viel Freude bereitete den Anwesenden der Auftritt unseres "jüngsten" Verbandsmitglied, dem "Potsdamer Poetenpack". Mephisto (Lars Wild) kam in einem schicken Peugeot 607 daher, um Dr. Faustus (Andreas Hueck) wortgewandt die Seele abzuhandeln. Der Gastgeber des Juli-Unternehmertreffs, Marc Bénier, Chef des neuen Peugot-Autohauses in Potsdam, sorgte mit feiner Dekoration und einem französischen Büfett dafür, dass an diesem Abend in sehr angenehmer Form manch nützlicher Kontakt geknüpft werden konnte. Ra.
|