Fotos zur Party finden Sie auch hier
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"... unsere Projekte sind kreativ und normgerecht gestaltet ..."
Etwas geheimnisvoll tat Verbandsmanager Rainer Raddatz schon, als er bei der Begrüßung seiner Gäste am Empfang bat, sich ein Kärtchen mit einer ihnen sympatischen Farbe
auszuwählen und griffbereit einzustecken. Je ein Wort stand auf darauf und jeder rätselte, was es wohl bedeuten solle. Erst Andreas Hueck, Chef des "Potsdamer Poetenpack", gab als
Spielleiter des Abends die Antwort: "Wir möchten für ein Wochenende ein tolles
Volvo-Cabrio verschenken. Der Sponsor, Herr Prokop, wünscht, das mit ihm die kommunikationsfreudigsten Unternehmer reisen. Dazu veranstalten wir einen kleinen Wettbewerb." Rasch wurden zwölf Fähnchenträger bestimmt, die, heftig ihr farbiges Fähnchen schwenkend, all die Unternehmer um sich sammelten, deren Kärtchen die Fähnchenfarbe hatte. Nach kurzem Tausch der Plätze hatten sich die Teams gebildet. "Bitte decken Sie Ihre Karten auf und ordnen Sie sich so am Stehtisch an,. dass sich aus den einzelnen Worten jeder Karte ein sinnvoller Satz bildet",
dirigierte der Spielleiter das Geschehen. Und nun kam die Aufgabe, zu lösen in einer
Viertelstunde: "Bilden Sie einen neuen interessanten Satz. Die Bedingung: Jedes Wort des Satzes muss Bezug darauf haben, was Sie produzieren, welche Dienstleistung Sie vollbringen." Überall begannen heftige Diskussionen. "Was machen Sie, welches Wort wollen wir wo einbauen". Stifte wurden gezückt, Servietten, selbst die Fähnchen, wurden beschrieben. Visitenkarten hervorgeholt, kommentiert und ausgetauscht. Schließlich, die Viertelstunde reichte kaum aus, standen die Sprecher jeder Gruppe auf der Bühne und verkündeten ihren Satz. 85 Punkte auf dem "Applausometer" erreichten zwei Gruppen. Roswitha Schlesinger sang mit kräftiger Stimme den Spruch Ihrer Gruppe "Unsere touristischen Projekte werden kreativ gestaltet, normgerecht formuliert und rechtlich abgesichert mit System vermittelt." Ihr Auftritt
begeisterte manchen "Mitwettbewerber" so stark, dass er mit seinem Applaus dieser Gruppe zum Sieg verhalf. Zwei Siegergruppen und nur ein Auto für ein Wochenende? Die Lösung kam vom Sponsor sofort. "Das Cabrio steht kostenlos an zwei Wochenenden zur Verfügung" Und wer aus der Gruppe wird es nutzen? "Klar, wir reisen gemeinsam" verkündete Andreas
Schewe. "Und ich gebe Euch die besten Tipps für eine gute Übernachtung", bot sich Roswitha Schlesinger an. Fortan war der Bann, unter Unbekannten allein zu sein und als Gesprächspartner nur den mitgebrachten Geschäftsfreund zu haben, gebrochen. "Was machen Sie, wie läuft bei Ihnen das Geschäft, zu wem haben Sie Geschäftskontakte, warum kennen wir uns eigentlich noch nicht, holen wir uns etwas vom Büfett?" Ein Bühnenprogramm war überflüssig. Im Hintergrund leise Musik, die backsteinfarbene Halle von "Brando" bunt und
phantasievoll ausgeleuchtet, das alles schaffte den Raum, um die soeben spielerisch geschlossenen neuen Kontakte weiter auszubauen. Rasch bildete sich um Schnellzeichner "Gero" eine neue Kommunikationsgruppe, ebenso vor der
PC-Druckerei des Teltower Stadtblattverlag", denn die Partyzeitung, mit dem soeben fotografierten Titelbild wollten viele mitnehmen. Dicht
umlagert auch die große Pinnwand, sponsort von Compucops und den Diakonischen Werkstätten, wo ständig Visitenkarten entnommen und neu gesteckt wurden. Über eine große
Leinwand flimmerten die Visitenkarten der Teilnehmer. Viel Freude bereitete die
Live-Übertragung mancher kleinen Randszene des Geschehens, eingefangen von einem
Kamerateam des AMM-Teams und des von Herrn Kröger am Vortag gedrehtes Video über die
Festvorbereitungsarbeiten. Fleißig bedienten die schicken
Serviererinnen-Mädels vom Internationalen Bund die Gäste mit Gratis-Getränken. Hatte da ein Jungunternehmer, der übereifrig versuchte, Haarschneideapparate zu Sonderpreisen an den Mann zu bringen, etwa zuviel
getrunken? Sein Verkaufseifer eskalierte zu einer Wette, die schließlich auf der Bühne landete. "Ich setze zehn Euro, dass sich niemand findet, der sich hier von Ihnen die Haare schneiden lässt," trumpfte ein Gast gutgelaunt auf, andere "legten nach". Doch das unerwartete geschah: Augenarzt Dr. Rasch entschloss sich, seine Haare auf Igelschnitt kürzen zu lassen. Der eifrige Jungunternehmer bekam das zittern, doch mutig setzte er seinen Superapparat an, schnitt,
begleitet von einem "Friseursong" Strähne und Strähne. Dann Tumult aus einer anderen Ecke des Saales: Zwei junge Frauen stritten sich um einen Mann, schleuderten sich erst
Schimpfworte, dann dem vermeintlichen Fremdgeher eine Torte ins Gesicht. Der verzweifelte
Liebhaber eroberte sich das Mikrofon und überzeugte schließlich unter großem Beifall des
Publikums mit einem heißen Liebessong die eifersüchtige Freundin von der Echtheit seiner Gefühle. "Sie erlebten undercover das Potsdamer Poetenpack. Spieler kommt auf die Bühne", löste Verbandsmanager Rainer Raddatz das Rätsel um den übereifrigen
Haarschneidemaschinenverkäufer und die eifersüchtelnden Unternehmerpärchen auf. "Was schon halb elf und ich habe noch gar nichts gegessen", verwundert blickte Marlies Marschelewski auf ihre Uhr. Ihre Entscheidung, Mitglied im BVMW zu werden, stand fest. "Ich suche ständig neue Geschäftskontakte zu Unternehmern der Region. Solche Veranstaltungen helfen mir dabei und sie
machen Spaß." Ra.
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